Interkulturelles Wissen

Erste Anna Tumarkin Lectures

Mit den Anna Tumarkin Lectures in Philosophy hat das Institut für Philosophie eine Vorlesungsreihe lanciert, in der international renommierte Philosophinnen ihre aktuelle Arbeit vorstellen. Den Auftakt machte Amie Thomasson: «Rethinking Metaphysics».

Eine neue Vorlesungsreihe würdigt die herausragende Arbeit führender Philosophinnen: Die 2022 ins Leben gerufenen Anna Tumarkin Lectures in Philosophy.

Alle zwei Jahre stellt eine international renommierte Philosophin an der Universität Bern ihre aktuelle Arbeit vor, an drei Abenden und in englischer Sprache. Die ersten Anna Tumarkin Lectures fanden im Mai 2022 statt: Die US-Amerikanerin Amie Thomasson sprach über «Rethinking Metaphysics». 

Die Vorlesungsreihe soll eine Plattform für ausstrahlungskräftige weibliche Identifikationsfiguren in der Philosophie sein – davon ausgehend, dass Frauen speziell in der Philosophie unterrepräsentiert sind und übermässig oft ein Karriereziel wie das einer Professur nicht erreichten.

Die Philosophin Anna Tumarkin (1875-1951) war in vielerlei Hinsicht eine Pionierin für Frauen in der universitären Welt. Als eine der ersten Professorinnen Europas erlangte sie auf dem normalen Karriereweg eine reguläre Universitätsprofessur. Sie hat als russisch-jüdische Immigrantin in Bern studiert und ist, nach einem Aufenthalt in Berlin und der Habilitation in Bern, 1909 ausserordentliche Professorin für Philosophie in Bern geworden. 

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